SPD fordert Fortschreibung des Schulentwicklungsplans

Die letzte Fortschreibung des Schulentwicklungsplans, also des Plans aus dem sich ergibt wie viele Schüler in den einzelnen Schulen der Stadt Bünde bis 2020/2021 zu erwarten sind, datiert aus dem Jahr 2015. „Seit damals haben sich die Rahmenbedingungen jedoch entscheidend verändert“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Kieper in einer Pressemitteilung zu den Gründen für den jüngsten Antrag der Sozialdemokraten an den Schulausschuss.

Kieper weiter: „Während die damaligen Verfasser noch von einem deutlichen Rückgang der Schülerzahlen ausgingen, gibt es neue Zahlen aus dem vorschulischen Bereich, die dies so nicht mehr erwarten lassen. Dadurch wird jedoch die Stadt Bünde nicht nur im Bereich der Kinderbetreuung, sondern in absehbarer Zeit auch im Bereich der Schulen vor Herausforderungen gestellt.“ Zahlreiche Entwicklungen, wie etwa die Folgenutzung der auslaufenden Hauptschule durch eine private 2-zügige Gesamtschule oder die Rückkehr des Landes NRW zum Abitur nach 9 Jahren, hätten 2015 noch nicht berücksichtigt werden können.

Hinzu komme, dass die Stadt Bünde ein attraktiver und bedeutender Bildungs-standort in der Region sei. Ein beachtlicher Anteil der Schüler an den weiterführenden Schulen komme aus Nachbarkommunen. „Die Entwicklung der Geburtenzahlen oder Veränderungen an dem dortigen schulischen Angebot ist deshalb auch für Bünde wichtig“, so die Fraktionsvorsitzende. „Längst geht es nicht mehr nur um eine ausreichende Anzahl an Klassenräumen, sondern im Hinblick auf die zunehmende Digitalisierung des Unterrichts unter dem Begriff “Moderne Schule“ auch um die Ausstattung der Schulen mit modernsten Medien.“ Unter Umständen seien deshalb in Zukunft hier von Seiten der Stadt Bünde erhebliche Investitionen in die Medienausstattung der Schulen erforderlich.

„Wir wollen im Interesse unserer Kinder unsere Schulen fit machen für die Herausforderungen der Zukunft. Voraussetzung dafür ist aber, dass wir einen Schulentwicklungsplan haben, der die veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigt. Nur so ist es möglich Entscheidungen zu treffen, die die Attraktivität der einzelnen Schulen und der Stadt Bünde als Schulstandort auch in Zukunft gewährleisten“, ist sich Kieper sicher.