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 |  |  |  | 10. Februar 2012
 |  | | Sprecher im Schulausschuss: Wolfgang Pohl
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|  |  | Als wenig hilfreich kritisiert die SPD Fraktion im Rat der Stadt Bünde die Aussagen der CDU zur Schulplanung in Bünde. Nur zu sagen, was man nicht will, ohne konkrete Lösungsalternativen aufzuzeigen, spreche nicht für ein durchdachtes schulpolitisches Konzept. Der Rückgang der Schülerzahlen, das veränderte Schulwahlverhalten und die Anforderungen an Qualität der Schulen (Ergebnisse von PISA-Studien, Klagen über mangelnde Ausbildungsfähigkeit) haben dazu geführt, dass landesweit und auch im Kreis Herford die Schullandschaft in Bewegung geraten sei. Möglich gemacht wurde die Entwicklung durch den historischen Kompromiss von SPD, Grünen und CDU im NRW Landtag. Danach besteht die Verfassungsgarantie der Hauptschule nicht mehr, mit der Sekundarschule ist eine neue Schulform hinzugekommen. Auch in Bünde werde seit geraumer Zeit in Politik und Verwaltung intensiv über eine zukunftsgerechten Gestaltung der Schullandschaft diskutiert, durch Bildungsexperten sei dabei externer Sachverstand hinzugezogen worden. Zu einem abschließendem Ergebnis sei man bisher noch nicht gekommen, da mögliche Szenarien noch nicht konkret auf ihre Durchführbarkeit, Rechtssicherheit und Akzeptanz geprüft worden seien. Dies sei in einem nächsten Schritt zu erfolgen, ebenso wie eine systematische Erfragung des Elternwillens, der selbstverständlich eine umfassende sachgerechte Information vorausgehen müsse. Die CDU unterstelle einen Elternwillen, der bisher nirgends abgefragt worden sei.
Für die SPD-Fraktion habe die pädagogische Qualität im Vordergrund zu stehen, betonte Wolfgang Pohl, Sprecher im Schulausschuss: „Für uns ist es wichtig, dass die Kinder möglichst lange gemeinsam lernen und durch individuelle Förderung zu ihrem jeweils besten Abschluss kommen. Das frühe Sortieren von Kindern nach Schulformen und das häufige Abschulen in andere Schulformen nach dem 6. Schuljahr ist nicht im Interesse des Bildungserfolges der Kinder.“ Wenn man diese Zielsetzung verfolge und den Bedarf in den vorhandenen Räumen decken möchte, was die SPD durchaus befürworte, verbiete es sich, von vornherein eine mögliche Lösung auszuschließen. „Wir sollten den nächsten Schritt gehen und ergebnisoffen mögliche Alternativen konkret prüfen, und die vielen offenen Fragen klären“ betonte der SPD Fraktionsvorsitzende Horst Beck: „wir brauchen ein zukunftsweisendes Schulsystem um den Schulstandort Bünde langfristig mit hoher Qualität zu sichern“.
Dokumente: Position zur Schulentwicklung der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD
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