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 |  |  |  | 04. November 2011
 |  | | Ulrich Althoff begrüßt Alfred Würzinger
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|  |  | | Alfred Würzinger beim Vortrag
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|  |  | Auf großes Interesse stieß die öffentliche Versammlung des SPD Ortsvereins Bünde-Mitte zum Thema „Stromnetz in kommunaler Hand- Chancen und Risiken für Bünde“. Versammlungsleiter Ulrich Althoff betonte die Dringlichkeit des Themas: „Durch die Kehrtwende der Bundeskanzlerin beim Ausstieg aus der Atomenergie ist die dezentrale kommunale Energieversorgung zu einem wichtigen Thema geworden. Bundesweit haben viele Städte und Gemeinden die Weichen gestellt und bieten ihren Bürgern alternative und regenerative Energien zu günstigen Preisen an“. Als Gastredner erläuterte EWB Geschäftsführer Alfred Würzinger den zahlreich erschienen Gästen die Möglichkeiten der Stadt Bünde, nach Auslaufen des Konzessionsvertrages 2013 das jetzt von e-on betriebene Stromnetz einem anderen Träger zu übergeben oder es selbst zu betreiben. Die Rahmenbedingungen für die Rekommunalisierung seien durch die Bundesnetzagentur und Landesregulierungsbehörden festgelegt, notwendig sei eine politische Entscheidung der Stadt Bünde. Würzinger erörterte ausführlich und kenntnisreich die möglichen Problemfelder einer Rekommunalisierung und ging danach auf die Chancen für die Kommunen ein. Hier seien besonders die Bürgernähe und Kundenfreundlickeit zu nennen aber auch die vor Ort verbleibenden Gewinne aus dem Netzbetrieb, Gewerbesteuereinnahmen der Stadt, Beteiligung von lokalen Unternehmen an Aufträgen, Förderung kultureller und sportlicher Aktivitäten sowie steuerliche Optimierungen. Im Endeffekt überwiegen nach Würzingers Meinung die Vorteile für die Kommunen. Die EWB in Bünde sei durchaus in der Lage, die Aufgabe des Netzbetriebes zu übernehmen, betonte Würzinger auf Nachfrage von Ratsmitglied Wolfgang Pohl. Die Versammlungsteilnehmer nahmen Würzingers Aussagen zustimmend auf, sahen aber noch weitergehenden Handlungsbedarf bei der kommunalen Energieversorgung. Nicht nur kurzfristige wirtschaftliche Ergebnisse seien zu betrachten sondern auch die Nachhaltigkeit im Hinblick auf eine zukunftssichere Energieversorgung. So sei es sinnvoll, zu einer Dezentralisierung zu kommen und den Ausbau regenerativer Energien voran zu treiben. Energie- klima- und wirtschaftspolitische Belange seien zu berücksichtigen. Würzinger griff die Vorschläge auf und erläuterte an Beispielen, was auf lokaler Ebene zum Beispiel durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und sogenannte intelligente Netze möglich wäre. Die Energieversorgung stehe vor einem Strukturwandel, bei dem mit kommunalen Versorgern wirtschaftlicher Erfolg, sichere Energieversorgung zu fairen Preisen, Klimaschutz und Beschäftigungssicherheit erreicht werden könne. Von den SPD Mitglieder wurde eine intensivere interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen angeregt. „Hier lässt sich sicher noch vieles optimieren, es ist unbedingt notwendig, dass sich die politisch Verantwortlichen an einen Tisch setzen und zu bürgerfreundlichen Lösungen kommen“, mahnte Ulrich Althoff und fand dabei viel Zustimmung beim Publikum.
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